Faschingszeit ist Krapfenzeit

Ab 26. Jänner gibt es bei uns in der Bäckerei Schmidl wieder Faschingskrapfen! Und damit beginnt die Qual der Wahl: Klassisch mit Marille? Extra süß mit Vanille? Nussig mit Nougat und Haselnusskrokant? Oder doch lieber fruchtig mit Powidl und Mohn? Über die Lieblingsfüllung kann man bekanntlich streiten, über den Krapfen aber nicht. Der muss flaumig und saftig sein und zum Anbeißen gut.

Für uns in der Bäckerei Schmidl ist der perfekte Krapfen eine echte Wissenschaft. Erst letztes Jahr haben wir nach langem Tüfteln unser Familienrezept nochmals verbessert und setzen beim Krapfenteig seither auf Rohmilch, echte Eier, frische Butter, unbehandeltes Mehl, Kristallzucker, Vanille und einen Schuss Rum. Wichtig ist uns auch eine lange Rastzeit, damit der Teig sein Aroma perfekt entfalten kann, das händische Formen zu Krapfen und natürlich die richtige Backtemperatur des Öls von rund 170°C. Ganz schön viel Aufwand, oder? Aber unsere Krapfen gehören nicht umsonst zu unseren Bestsellern. Man schmeckt unsere Krapfenliebe schon beim ersten Biss, und das schon seit mehr als 200 Jahren. So lange werden bei uns nämlich schon Faschingskrapfen gebacken. Auch wenn wir nicht die ersten waren, wie ein Blick in die Geschichte der Krapfen zeigt…

Vom Craphus zum Krapfen

Krapfen waren traditionell ein Faschingsgebäck, die schon im Mittelalter – damals noch unter dem Namen Craphus – in Klöstern gebacken wurden. Vor der Fastenzeit sollte man noch einmal möglichst reichhaltig essen, damit das Fasten nicht zu sehr am Körper zehrt.

Vom mittelalterlichen Craphus zum Krapfen war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Auch eine Wiener Hofratsköchin namens Cäcilie Krapf, die im 17. Jahrhundert für ihre mit eingemachten Früchten gefüllten Cillykugeln bekannt war, soll an der Namensgebung nicht unschuldig sein. Auf jeden Fall hat sie Krapfenrezepte mit süßer Füllung populär gemacht. Und tatsächlich erfreuten sich Faschingskrapfen sich bald in allen gesellschaftlichen Schichten einer großen Beliebtheit. Wenn man den Gerüchten glauben darf, dann wurden während des Wiener Kongresses im Jahr 1815 rund 10 Millionen Krapfen gegessen. Und auch Krapfenwettessen sind überliefert, diese sollen besonders bei Studenten sehr beliebt gewesen sein.

Unsere Krapfen

Unsere Krapfen laden eher zum Genussessen als zum Wettessen ein, wobei es nicht bei einem bleiben könnte. Denn unsere Krapfen haben mit Sicherheit Suchtpotenzial.

Einmal Marille bitte

Am beliebtesten ist nach wie vor der klassische Marillenkrapfen, gefüllt mit selbstgemachter Marillenmarmelade und in Zucker gedreht. Doch unsere neuen Sorten machen dem Klassiker durchaus Konkurrenz.

Von cremig bis fruchtig

Nicht nur unsere Vanillekrapfen mit weißer Schokoladenglasur und unsere Nougatkrapfen mit Schokolade-Haselnusskrokant haben ihre treuen Fans. Auch unsere Powidl-Krapfen, gefüllt mit fruchtig-herbem Powidl und bestreut mit Mohn und Zucker sorgen für neue Geschmackserlebnisse.

Guten Apetit

Darf’s sonst noch was sein?