Narrisch guat

Ein Fasching ohne Krapfen ist für uns undenkbar.

Seit 11.11., 11.11 Uhr hat die „narrische“ Zeit begonnen und mit ihr die Hochsaison für Faschingskrapfen. Auch bei uns in der Bäckerei Schmidl werden vor allem seit Jahresbeginn 2024 täglich Krapfen gebacken. Ein guter Krapfen ist für uns flaumig, saftig mit einer süßen Füllung und schmeckt nach mehr! Am beliebtesten sind unsere klassischen Krapfen, gefüllt mit unserer selbstgemachten Marillenmarmelade aus echten Wachauer Marillen, aber auch Nugat- oder Vanillecremefüllung haben ihre Fans. Wir sind der Meinung: Über die Füllung kann man streiten, nicht aber über den Krapfen selbst.

Wie gelingt ein perfekter Faschings­krapfen? 

Für den Geschmack und die Saftigkeit sind vor allem drei Dinge entscheidend: Eier, echte Butter und eine lange Rastzeit. So wird der Krapfen wunderbar flaumig und saftig. Wir formen die Krapfen auch nach wie vor händisch, weil sie einfach besser schmecken.

Der Teig ist allerdings nur die halbe Miete. Beim Ausbacken ist ein hitzebeständiges und geschmacksneutrales Fett und die richtige Temperatur von 160°C entscheidend. Nur so wird der Krapfen gut durchgebacken, saugt aber nicht zuviel Fett auf. Tipp: Einfach ein kleines Stück Teig in das heiße Fett hineingeben. Wenn es gleich aufsteigt und sich Bläschen um den Teig bilden, dann hat das Fett die ideale Krapfentemperatur. 

Unser Rezept zum Nachbacken

  • Zutaten für 30 Krapfen:
  • 1 Würfel Germ
  • 200 ml Milch
  • 500 g glattes Mehl
  • 80 g Zucker
  • 6 Dotter
  • 2 Eier (ganz)
  • 5 g Salz
  • 10 g Vanillezucker
  • 10 g Zitronenzeste
  • 40 g Rum
  • 80 g Butter (flüssig)
  • Mehl zum Bestauben
  • Fett zum Ausbacken

Zubereitung

  • Aus 5 Esslöffeln Mehl, 1 Esslöffel Zucker, zerbröseltem Germ und 100 ml Milch ein Dampfl anrühren, abdecken und im Backrohr bei 30 °C ca. 10-15 Minuten gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit Feinkristallzucker, Dotter und Eier mit dem Handmixer über einem Wasserbad aufschlagen. Eimasse vom Herd nehmen. Rum, Vanillezucker, Zitronenzesten und die restliche Milch hinzugeben und gut verrühren.
  • Dampfl aus dem Ofen nehmen und dem restlichen Mehl sowie der Dottermasse vermischen. Salzen, leicht anschlagen und die flüssige Butter dazugeben. Gut durchkneten, bis sich Blasen bilden.
  • Den Teig mit Mehl bestauben und zugedeckt bei ca. 30 °C im Backrohr aufgehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Dann nochmals durchkneten, wieder mit Mehl bestauben und abgedeckt nochmal für 1 Stunde ins Backrohr geben.
  • Teig in 30 Portionen teilen. Teig ohne Mehl auf die Arbeitsfläche legen und im Stand zu Knödeln drehen. Blech mit viel Mehl bestauben. Knödel mit der Naht nach unten aufs Blech setzen. Nochmal mit Mehl bestreuen, Krapfen flach drücken, und 15 Minuten rasten lassen.
  • Fett in einen Topf geben und auf 160 °C erhitzen. Krapfen vorsichtig einlegen und mit geschlossenem Deckel 3 Minuten backen. Deckel abnehmen, Krapfen umdrehen und nochmal 3 Minuten – diesmal ohne Deckel – backen lassen.
  • Krapfen auf einer Küchenrolle abtropfen lassen. Für die Füllung fein passierte Marmelade erwärmen, in einen Dressiersack mit kleiner Tülle füllen. Marmelade in die Krapfen spritzen, dabei fest andrücken.
  • Zum Schluss mit Staubzucker bestreuen

Darf’s sonst noch was sein?