Das Geheimnis unserer Mohnzelten 

Es gibt Zutaten, die geschmacklich unersetzbar sind – Mohn gehört definitiv dazu. Die kleinen, graublauen Samen mit ihrem leicht süßen, fein-nussigen Aroma sind seit Jahrhunderten aus der österreichischen Backkunst nicht wegzudenken.  Bereits im 13. Jahrhundert wurde Mohn im Waldviertel urkundlich erwähnt und fand sein Weg von den Klostergärten in die Backstuben Niederösterreichs.  

Waldviertler Graumohn für unsere Bäckerei 

Bevor aus dem Mohn saftige Mohnzelten oder köstliche Mohnstrudel entstehen, beginnt ihre Reise auf den Feldern des Waldviertels. Dort verwandeln sich die Landschaften im Frühsommer in ein farbenfrohes Blütenmeer. Nach der Blüte reifen die Samenkapseln heran, bevor sie im August geerntet werden. Erst dann startet ihr Weg in unsere Backstube. Für unsere Mohnzelten verwenden wir ausschließlich Waldviertler Graumohn. Diese besondere Mohnsorte trägt die geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) und überzeugt mit ihrem milden, fein-nussigen Aroma. Doch nicht nur die Herkunft macht den Unterschied – sondern auch die Art der Verarbeitung. 

Warum wir unseren Mohn quetschen 

Die meisten kennen Mohn als kernige Samenkörner oder gemahlen. Auch wir verwenden ganze Samen zum Bestreuen unserer Mohnweckerl. Doch für unsere Süßspeisen quetschen wir ihn lieber. Denn mit unserer Mohnquetsche werden die kleinen Samen schonend aufgebrochen, sodass sich die natürlichen Öle entfalten können und die feine Struktur erhalten bleibt. Den Unterschied schmeckt man einfach. Nicht umsonst sind unsere Mohnzelten und Mohnstrudel so aromatisch und saftig, mit einem typisch feinen Biss – wie es eben nur mit gequetschtem Mohn gelingt. 

Multitalent von süß bis pikant 

Nicht nur geschmacklich hat Mohn einiges zu bieten: Er enthält von Natur aus viel Kalzium und gilt in der 5-Elemente-Küche als wärmendes Lebensmittel.  Die oft auch schwarzes oder graues Gold genannten Mohnsamen verfeinern nicht nur Mohnzelten, Mohnstrudel oder Mohnweckerl, sondern passen auch hervorragend zu Müsli, Joghurt und Salaten oder sorgt als Zutat in Panaden für Fisch und Fleisch für eine besondere geschmackliche Note. Außerdem kommt das “schwarze Gold” auch in Mohntorten, Schokoladen mit Mohn, Fruchtaufstrichen, Mohnschmalz oder Mohnöl zum Einsatz. 

Schon gewusst? 

Mohnzelten sind ein Gericht der bäuerlichen Küche im Waldviertel und werden schon seit Jahrhunderten zubereitet. Aus einer einfachen bäuerlichen Spezialität ist längst ein niederösterreichischer Klassiker geworden – und aus unserer Bäckerei Schmidl nicht mehr wegzudenken. 

Unser Tipp zum Nachbacken 

Unser eigenes Rezept bleibt natürlich ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Für alle, die sich zu Hause an klassischen Waldviertler Mohnzelten versuchen möchten, haben wir aber eine traditionelle Variante zusammengestellt. 

Waldviertler Mohnzelten für zu Hause 

Für den Teig: 
300 g mehlige Erdäpfel 
500 g glattes Mehl 
250 g Butter oder Schweineschmalz 
2 Eier 
2 EL Sauerrahm 
21 g frische Germ 
1 Prise Salz 

Für die Fülle: 
300 g Waldviertler Graumohn 
75 g Zucker 
1 EL Vanillezucker 
1 EL Honig 
2 EL Powidl 
30 ml Rum 
190 ml Milch 
60 g zerlassene Butter 

Zubereitung:
Den Waldviertler Graumohn quetschen, mit den übrigen Zutaten für die Fülle verrühren und etwa eine Stunde kühl stellen. Die gekochten Erdäpfel pressen, mit den restlichen Teigzutaten verkneten und 30 Minuten rasten lassen. Den Teig portionieren, mit Mohnfülle füllen, verschließen und flach drücken. Mit Ei bestreichen, mit einer Gabel verzieren und rund 20 Minuten goldbraun backen. 

Wir wünschen viel Vergnügen beim Backen! 

Unsere Mohnzelten kannst du auch ganz bequem in unserem Onlineshop bestellen und dir den Geschmack des Waldviertler Graumohns direkt nach Hause holen.  

Weitere Infos zur Herkunft und Besonderheit unseres regionalen Waldviertler Graumohns findest du hier
 
Erfahre hier mehr über Inhaltstoffe & Co. des schwarzen Goldes der heimischen Küche!

Darf’s sonst noch was sein?